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„DUE“ 2016 – Best of Tessin Rot

Mit Freude und Genugtuung erfüllt mich die Tatsache, dass mein „DUE“ 2016 an der 26. Internationalen Weinprämierung Zürich (IWPZ) nicht nur mit Gold ausgezeichnet wurde (wie auch der „UNO Barrique“ 2016), sondern zum besten Rotwein aus dem Tessin gekürt wurde! Und das gute Ergebnis wurde mit dem Silberdiplom (88.4 Punkte) für den einfachen „UNO“ 2016 abgerundet.

Nun neigt sich der Sommer dem Ende zu. Ein nasser Monat August liess die Reben nochmals kräftig wachsen, fast gleichzeitig mit dem Farbumschlag. Der September müsste nun dringend sonnig und trocken werden. Der viele Regen in der Phase der beginnenden Reife lässt ungute Erinnerungen an das Jahr 2014 wach werden. Damals gab es fast genau gleich viel Niederschlag im August und es war das erste schlimme Jahr mit Befall durch die Kirschessigfliege (KEF).

Trockene und warme Septembertage können das noch verhindern. Hoffen wir das Beste.

Herzlich
Beat

Reben im Trockenstress

Das trockene Winterwetter hat sich über das Frühjahr in den Sommer verlängert. Zwar fiel im April der lange ersehnte Regen (rund 190 mm, was überdurchschnittlich ist für diesen Monat), doch danach folgten wieder drei sonnige und sehr trockene Monate Mai bis Juli.

Die im April gepflanzten Jungreben im Ronco (Cabernet Sauvignon) mussten bewässert werden. Sie hätten den Sommer nicht überstanden. Auch die Reben im Cavezze (Merlot und PIWI’s) zeigen teilweise Trockenstress-Symptome. Knapp 500 mm Niederschlag in diesen ersten 7 Monaten sind bei dem sandigen und wenig mächtigen Boden einfach zu wenig. Das schwächt auch die Bäume. Es war eine gewöhnliche Sturmböe, welche die Esche oberhalb des Rebbergs „Secch“ entwurzelt und in den Rebberg gefällt hat (Beitragsbild oben)!

Die Reife liegt knapp eine Woche hinter den beiden Vorjahren zurück und entspricht ungefähr dem Jahr 2016. Auf den ersten Blick erstaunt das, aber der Austrieb erfolgte trockenheitsbedingt spät und die Sonnenstunden im Mai bis Juli waren nur durchschnittlich. Das stresst mich aber nicht, die Traubenqualität wird besser, wenn sich die Lese bis gegen Anfang Oktober hinausziehen würde. Und die Reben sind ausserordentlich gesund, der geringe Niederschlag hat vor allem auch die Schadpilze im Zaun gehalten.

Neben Mähen und Gipfeln ist nun Auslauben und Entfruchten angesagt. Die Reben tragen überreich Früchte. Damit ich die bisherige hohe Qualität halten kann, werde ich rund einen Drittel der Trauben wegschneiden.

Apropos Weinqualität. Die zur Prämierung sowohl beim «Grand Prix du Vin Suisse» wie auch bei der «Internationalen Weinprämierung Zürich IWPZ» eingereichten Weine des Jahrgangs 2016 haben sehr gut abgeschnitten. Ich kenne die konkreten Ergebnisse noch nicht, aber schon heute weiss ich, dass der DUE 2016 zu den nominierten Weinen des «Grand Prix du Vin Suisse» gehört. Nominiert heisst, er ist unter den ersten sechs Weinen seiner Kategorie, der roten Assemblagen. Das freut mich ausserordentlich und erfüllt mich mit Stolz.

Anfangs Juli trafen 20 meiner Fussballer-Kollegen aus den FC Hochdorf-Zeiten zu einem Besuch in Sessa ein. Dank Amadeo della Zoppas grossartigem Organisationstalent und gutem Wetter wurde es ein schönes Wiedersehen mit alten Freunden. Herzlichen Dank allen für den Besuch. Die zwei Tage mit euch haben mir viel Freude bereitet.

Zeit mit Freunden, bei einem guten Glas Wein und anregenden Gesprächen. Davon gibt es nie genug.

Ich freue mich darauf, von euch zu hören.

Herzlich
Beat

Frühling 2019

Nach dem grossen Regen vom Donnerstag, 4. April, – in der Deutschschweiz mit viel Schnee bis in die Niederungen – sind die Rebenknospen aufgebrochen und die Blattentwicklung hat eingesetzt. Der Niederschlag war dringend nötig, in den Monaten Dezember 2018 bis März 2019 sind in Sessa nur gerade 100 mm Regen gefallen. Die Wintermonate sind hier immer sehr trocken, der Regen setzt erfahrungsgemäss frühestens April/Mai ein. In den Sommermonaten tragen oft nur wenige heftige Gewitter zu den teilweise grossen Niederschlagsmengen bei, bevor dann meist im Oktober oder November wieder mehrere Tage mit Niederschlag folgen.

Die Winterarbeiten im Rebberg sind abgeschlossen. Die Pause vor den Frühlingsarbeiten ist nur kurz. Trotzdem Zeit genug, um die beiden UNO und den DUE, Jahrgang 2016, abzufüllen. Unterdessen reift der Wein der letzten beiden Jahre im Keller in den Tanks (2018) und in den Barriques (2017).

Aus den über 30jährigen Merlot-Trauben des Chioso konnte ich erstmals seit dem Umbau wieder selber einen «einfachen» UNO keltern. Der Ausbau in mehrjährigen Barriques hat diesem UNO 2016 zu einer schönen Reife verholfen, die seine charakteristische, frisch-fruchtige „Chioso-Aromatik“gut unterstützt. Der UNO Barrique, ein reiner Merlot aus dem Rebberg „Valle“, hat dank der Reifung in neuen Eichenfässern kräftigere Holznoten, die sich mit der dichteren Struktur der Weine aus dieser Lage gut vertragen.

Der DUE 2016 wurde erstmals zur Hälfte in Kastanienholz-Barriques verfeinert. Er ist eine Entdeckung wert, für mich ist es der Beste 2016er!

Erstmals abgefüllt wird diese Tage ein Sauvignon Blanc, Jahrgang 2018. Nur rund 300 Flaschen, schnell bestellen lohnt sich also! Er ist frisch und aromatisch fruchtig, ohne biologischen Säureausbau vinifiziert und eine spannende Alternative zum TRE, der Cuvée aus Gewürztraminer, Completer und Sauvignon Blanc. Dieser wird bis im Sommer in Barriques ausgebaut und dann noch vor der Lese abgefüllt.

Der TRE, Jahrgang 2017, ist praktisch ausgetrunken. Es gibt nur noch rund 80 Flaschen. Er wird meist mit viel Begeisterung aufgenommen. Von jenen die ihn schon bestellen sowieso, aber auch von «Neuen», so an der «Chestene Chilbi» 2018 in Greppen (leider bei garstigstem Wetter), ebenso an der Ausstellung zum Mythos des Weines in Croglio vom Samstag, 24.03.2019.

Verschiedene Faktoren haben mich veranlasst, die Preispolitik zu überdenken. Die Pflanzungen 2014 und 2015 führen zu generell grösseren Mengen und diese erlauben es mir, die Preise zu vereinheitlichen und praktisch generell um Fr. 3 bis Fr. 4 pro Flasche zu senken. Die teuersten Weine bleiben der UNO Barrique und der TRE, der UNO Barrique, weil er in neuen Barriques ausgebaut wird und der TRE wegen den (leider) kleinen Mengen, die der Gewürztraminer sortenbedingt gibt. Die Lieferung der Weine ist immer noch gratis, dafür verzichte ich hier in Zukunft auf einen Rabatt. Diesen gibt es nur noch bei Abholung hier im Keller und ab Mindestbezügen von 12 Flaschen.

Das schöne Frühjahr wurde schon von einigen BesucherInnen zu einem Abstecher nach Sessa genutzt und bereits sind Zimmer für den Sommer reserviert. Das Schwimmbad wird an Ostern in Betrieb genommen und bietet an heissen Tagen eine Alternative zu einer Fahrt an den Lago Maggiore.

Am 25. und 26. Mai sind im Tessin die Tage der offenen Weinkeller. Auch bei mir kann man an diesen beiden Tagen unangemeldet vorbeischauen und Weine degustieren.

Gerne organisiere ich bei Bedarf Degustationen für kleine Gruppen, auf Wunsch auch mit Übernachtung in Sessa oder Astano, oder in Kombination mit einer Besichtigung der Goldmine in La Costa di Sessa, die sich gleich neben meinem Rebberg befindet.

Ich freue mich darauf, von euch zu hören.

Herzlich

Beat

Geerntet!

Dank der Hilfe der bewährten Lesehelferinnen und Lesehelfer ist die Ernte 2018 nun im Keller.

Herzlichen Dank allen diesen lieben Menschen.

Das Wetter hätte nicht besser sein können, die Trauben waren alle perfekt reif. Wir wurden mit Zuckerwerten zwischen 88 und 100 ° Oechsle verwöhnt. Der Jahrgang 2018 wird gut werden! Sogar der Chamboursin, früher das „Sorgenkind“ im Rebberg, erreichte dank rigoroser Mengenbeschränkung 100 ° Oechsle.

Exzessiver Wildfrass (Wildschweine, Rehe, Dachse, Marder) hat die Merlot-Ernte leider arg in Mitleidenschaft gezogen. Im Valle konnten nicht einmal mehr 200 kg Trauben geerntet werden, trotz Wildschwein-Schutzzaun und geschlossener Seitennetze! Das ist traurig und ruft nach Gegenmassnahmen.

Demgegenüber war die Ernte der weissen Sorten Gewürztraminer und Sauvignon Blanc sehr zufriedenstellend, sowohl mengen- als auch qualitätsmässig. Hier liegt einzig der Completer hinter den Vorjahreswerten zurück.

Alle roten Trauben sind nun eingemaischt, die weissen abgepresst. Die Arbeit im Keller geht weiter, lässt mir aber doch Zeit, mich auch anderen Aufgaben zu widmen.

Herzlich

Beat

Ein Steigerungslauf

Cari Amici

In Sessa glich das Jahr 2018 bis anhin einem Steigerungslauf. Auf die schönen aber kalten Monate Januar und Februar folgten feuchte und kühle Monate März und April. Die Reben trieben spät aus.

Der nasse Monat Mai war eine Herausforderung. Anfällige Reben (z.B. der Completer und auch, aber etwas weniger, der Merlot) litten sehr unter dem falschen Mehltau. Die Ernten werden bei diesen Sorten etwas kleiner sein. Der Qualität tut das keinen Abbruch, im Gegenteil!

Nach einer Woche im Juni kam die Wende zum Guten. Der Rest des Monats Juni bis Ende August waren äusserst sonnig. Sogar sonniger als letztes Jahr, vergleichbar mit dem sehr schönen Sommer 2015. Nun haben die Reben den verspäteten Austrieb nahezu wettgemacht. Die Zuckerwerte der Trauben liegen zwischen den sehr guten Jahren 2015 und 2017.

Für eine optimale Reife sind erfahrungsgemäss die Monate August und (vor allem) September entscheidend. Hoffen wir also, dass der Steigerungslauf nicht vor dem Endspurt endet!

Neben Enrico, meiner bewährten Sommeraushilfe aus Padua, haben mich dieses Jahr meine Tochter Gurli und ihr Freund Sebastian unterstützt. Dank ihrer Mitarbeit sind wir gut unterwegs auf dem Weg zur vendemmia. Ich freue mich auf den Höhepunkt der Saison!

Das machen offensichtlich (und wie immer) auch die Wildschweine. Immer wieder finden sie irgendwo eine schwache Stelle im Schutzhag. Dieses Jahr sind auch Rehe und – wie noch nie – Hirsche ein Problem. Wohl weil nun alle Reben mit Seitenschutznetzen geschützt sind, fressen sie sogar aus dem Gemüsegarten vor der Haustüre Gurken, Zucchinis, Salate!

Die im Winter abgefüllten Weine entwickeln sich in der Flasche hervorragend. Dies fanden wohl auch die DegustatorInnen an der 25. Internationalen Weinprämierung Zürich. Sie haben den «uno barrique» 2015 mit einem Golddiplom geehrt. Der «uno» gesellt sich so zu den bereits vor drei Jahren Gold-prämierten «due» und «tre».

Auch der  «due» 2015 (eine Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon) ist sehr gelungen. Er ist aromatischer in der Nase, hat etwas mehr Säure als der reine Merlot («uno») und einen  langen und intensiven Abgang. Er wird sich in der Flasche erfreulich entwickeln.

Der «tre» 2017, erstmals eine Assemblage aus Gewürztraminer (43 %), Sauvignon Blanc (35 %) und Completer (22 %) gefällt mir persönlich ausgesprochen. Er hat wenig Säure und erhält seine Struktur durch einen kurzen Ausbau in amerikanischen und französischen Barriques. Seine würzige (Gewürztraminer-) Aromatik kommt am besten bei Kellertemperaturen, 12 – 15 °C, zur Geltung.

Degustationen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie sind eine interessante Möglichkeit, bei einem kurzen Rundgang durch meine Rebberge etwas über Geschichte und Eigenheiten der einzelnen Lagen, die angebauten Rebsorten, über Krankheiten, Schädlinge und die Pflege der Kulturen zu erfahren. Und im Keller vielleicht einen Jungwein und dann natürlich die ganze Auswahl der selber produzierten Weine zu verkosten.

Damit ich Zeit habe und die Degustation vorbereiten kann, ist eine telefonische Terminvereinbarung oder eine Kontaktnahme per Email unerlässlich. Ich freue mich auf eure Kontakte.

Herzlich
Beat

Winter im Rebberg

Die Tage werden wieder länger, doch die Natur ruht und sammelt Kraft für das neue Jahr.

Jetzt ist Zeit für den Winterschnitt. Auch Zeit, um die Rebanlagen instand zu stellen, Pfähle zu ersetzen, Drähte zu spannen, die Wildschutzanlagen zu verbessern. Und Zeit für die jährliche Holzerwoche. Eine Woche Arbeit in der Natur, aber auch eine Woche Austausch unter Männern.

Im Keller reifen die Weine 2017. Sie hatten beste Startbedingungen: Zwischen Mitte September und dem 10. Oktober konnten die erfahrenen ErntehelferInnen bei herrlichem Spätsommerwetter gesunde Trauben mit Zuckergehalten zwischen 90 ° und 105 ° Oechsle ernten.

Auf den tre 2017 darf man gespannt sein. Endlich wieder eine richtige Gewürztraminer-Ernte! Und erstmals mit Sauvignon Blanc; auf dem 2014 angelegten Rebberg pflückten wir fast 500 kg Trauben mit 95 ° Oechsle.

Im Dezember haben wir den „tre“ 2016 abgefüllt. Es wird voraussichtlich der letzte Jahrgang sein, der ohne Sauvignon Blanc, also nur aus Gewürztraminer und Completer gekeltert wurde. Er steht dem gold-prämierten Jahrgang 2013 in nichts nach.

Auch der „brace“ 2016 ist bereits abgefüllt. Eine Cuvée aus Maréchal Foch und nur noch Cabernet Jura. Ein schöner Wein, biologisch produziert. Er macht mir und euch sicher auch Freude.

Schliesslich ist auch der „uno barrique“ 2015 in den Flaschen. Ausgangsmaterial waren gesunde und reife Trauben von 30-jährigen Merlot-Rebstöcken im Valle. Danach wurde der Wein lange auf der Hefe und dann in neuen französischen Barriques ausgebaut. Er hat eine kräftige Farbe, ist weich und rund und erfreut mit seiner schönen, in Vanille und Caramel eingebundenen Merlot-Aromatik.

Für alle, die gerne einen ersten Eindruck meiner Weine hätten, gibt es die Möglichkeit, ein 6er-Probierpaket zu bestellen. Es besteht aus je einer Flasche „tre“ 2016, „uno“ 2014, „due“ 2012, „uno barrique“ 2015 sowie je einem „brace“ 2015 und 2016 und kostet Fr. 120 (Postversand).

Ich freue mich auf eure Bestellungen, eure Besuche und wünsche allen ein gutes 2018.

Beat

 

fine di agosto 2017

Cari Amici

Sommer 2017! Viele sonnige und warme Tage haben uns dieses Jahr hier in Sessa erfreut. Er wird in Erinnerung bleiben.

Im Rebberg
Das aussergewöhnlich sonnige und warme Wetter hat die Traubenreife forciert. Noch nie waren sie zu dieser Zeit so weit entwickelt. Bald sind sie reif! Die erste Lesekontrolle ergab bei allen Trauben – mit Ausnahme des Chamboursin – bereits Werte von 80 ° Oechsle und mehr. Wenn nichts Aussergewöhnliches passiert, beginnt die Lese bereits ab Mitte September 2017 (Cabernet Jura und Maréchal Foch). Ende September werden mit Ausnahme des Chamboursin voraussichtlich alle Trauben geerntet sein.

Die Trauben haben den Frost kompensiert, sind gesund und die meisten sind vor Wildfrass geschützt in Netzen verpackt. Wie immer finden Dachs, Fuchs und Marder aber irgendwo Lücken zwischen den Netzen. Und die beiden, damit noch nicht geschützten Rebberge Cavezze und Ronco leiden bereits unter dem Appetit dieser Allesfresser.

Sommeraushilfe
Enrico, meine Sommeraushilfe aus Padua, arbeitet nun noch eine Woche hier, bevor er Anfang September wieder nach Hause fährt. Die Zeit mit diesem jungen Italiener war eine Bereicherung. Die gemeinsame Arbeit und seine Kochkünste werden mir in Erinnerung bleiben. Oft habe ich mich diese Tage an die Zeit im Weierhus zurückerinnert, als dort vor gut 50 Jahren italienische Gast-Arbeiter (ein schönes Wort) zusammen mit unserer Familie wohnten und arbeiteten.

Dank seiner Unterstützung sind wir gut unterwegs auf dem Weg zur vendemmia. Dieses Jahr werden die ersten neuen Merlot-Reben im Chioso, die ersten jungen Cabernet Jura-Reben im Secch (ein schöner, aromatischer Klon) und vor allem der Sauvignon Blanc zu einer grösseren Ernte beitragen. Da auch Gewürztraminer und Completer schön tragen, wird es endlich wieder eine erfreuliche Weissweinernte geben.

Im Keller
Im Keller war nach der Abfüllaktion im Mai Ruhe angesagt. Die 2015er und 2016er Weine im Barriquekeller entwickeln sich erfreulich und der 2016er brace (Maréchal Foch und Cabernet Jura), der nicht mehr ins Holz kommt, erfreut durch Aromatik und Frische.

Eine nächste Abfüllaktion ist Anfang November geplant. Dann werden der tre 2016 (ENDLICH) und die beiden 2015er UNO Barrique und DUE abgefüllt.

Meine beiden PIWI-Weine «la brace» 2014 und 2015 wurden an der 24. Internationalen Weinprämierung Zürich (IWPZ) unter der Kategorie «andere gut bewertete Weine» eingestuft (Website www.iwpz.ch). Mitten unter einigen grosskarätigen und doppelt so teuren Merlots. Für diese schönen, günstigen und ehrlichen PIWI-Weine ein Resultat, das mich freut.

Bed an Breakfast
Das Studio wurde bereits gebucht und hat Anklang gefunden. Über die vendemmia wird es intern belegt, danach ist es wieder frei und kann gemietet werden.
Reservationsanfragen sind über die Homepage, per Telefon (079 675 10 32) oder per Email (vino@bachmannsessa) möglich.

 

Herzlich
Beat

„la brace“ abgefüllt!

 

Cari Amici

 

Der erste «la brace» ist in der Flasche!

Und im Barriquekeller reifen nicht nur in den Fässern kleine Kunstwerke. Ein solches befindet sich seit einigen Tagen auch an deren Wand! Selina Gurli und Lilith waren die Künstlerinnen.

Im Keller
Es hat lange gedauert, bedingt durch die Umbauphase, bis nun die ersten beiden Jahrgänge des biologisch produzieren Weines aus den pilzwiderstandsfähigen Sorten Maréchal Foch, Chamboursin und Cabernet Jura abgefüllt werden konnten. Nun, da ich die drei Jahrgänge 2014 bis 2016 kenne, 2014 und 2015 unterschiedlich gemischt habe, sehe ich die Zukunft dieser PIWI-Weine klarer. 2016 werde ich nur Maréchal Foch und Cabernet Jura in einer Assemblage vereinen und den Chamboursin separat vinifizieren. Zu unterschiedlich scheinen mir die Charaktere.

Weil ich den Keller während der Bauzeit nur eingeschränkt zur Verfügung hatte, liess ich den 2014er Merlot als UNO von Eric Clausener vinifizieren. Auch dieser wurde nun abgefüllt. Es ist interessant zu sehen, wie sich die Handschrift des Kellermeisters auf das Endprodukt auswirkt.

Nur den Cabernet Sauvignon aus der Roncho-Lage und die PIWI vinifizierte ich 2014 selber, führte diese dann zusammen, wobei aufgrund der schwachen Reife nur wenig Chamboursin verwendet wurde. Nach der knapp einjährigen Lagerung in dreijährigen Barriques ist ein schöner, harmonischer Rotwein entstanden, der bei guter Temperatur (18-20°) genossen werden sollte und an eine Mischung aus Cornalin und Malbec erinnert. Erstaunlich ist die Dichte und Fülle dieses Weines bei «nur» 12.5 % vol Alkohol.

Im sonnigen 2015 wurden alle Trauben sehr reif, alle Weine wieder von mir vinifiziert und der Cabernet Sauvignon somit wieder zum beliebten DUE verarbeitet. Die interspezifischen Reben sind nun in einer Mischung aus 50 % Maréchal Foch, 40 % Chamboursin und 10 % Cabernet Jura im «la brace» 2015 aufgegangen. Die hohen Oechsle-Werte dieses Jahres ergaben wie 2014 einen dunkelroten, kräftigen, sehr aromatischen und dank dem Chamboursin trotzdem frisch-fruchtigen Sommerwein mit 13.5 % vol Alkohol. Ideal ist für diesen Wein eine Trinktemperatur zwischen 16-18 °.

Die anderen 2015er Weine (UNO und DUE) lagern nun seit bald einem Jahr im Barrique. Umbaubedingt konnten sie erst im Sommer letzten Jahres von den Tanks in den neuen Barriquekeller umgezogen werden. Sie entwickeln sich, wie übrigens der letztjährige Jahrgang, der ebenfalls schon in den Barriques lagert, sehr vielversprechend.

Und da ist dann noch dieses Barrique DUE 2012, das nun ebenfalls abgefüllt wurde. Der DUE 2012 wurde 2015 an der IWPZ bekanntlich mit einem Golddiplom ausgezeichnet. Dieser DUE unterscheidet sich vom prämierten insofern, dass er einen höheren Anteil Cabernet Sauvignon hat. Um die Tannine besser einzubinden und die höhere Säure abzubauen, lagerte dieser Wein drei Jahre in einem Barrique, bevor er nun abgefüllt wurde. Er ist immer noch jugendlich frisch, mit Aromen aus Caramel und Marzipan. Eine Entdeckung!

Der Um- und Ausbau
Haus und Keller sind nun fertig gebaut. Schaut doch vorbei, es ist sehr schön geworden.
Mit dem Schwimmbad, das dieses Jahr wieder erstellt werden sollte, kann dann auch die Umgebung wirklich fertig gestaltet werden.

Bed an Breakfast
Das Studio ist nun eingerichtet und kann ab sofort gemietet werden. Es hat ein Doppelbett (1,40 m) und ein Ausziehsofa (1,20 m), ein kleiner Tisch und die vorhandene kleine Küche bietet die Möglichkeit, sich selber einfach zu verpflegen.

Daneben stehen zwei weitere Zimmer mit je einem Doppelbett zur Vermietung zur Verfügung.

Reservationsanfragen sind über die Homepage, per Telefon (079 675 10 32) oder per Email (vino@bachmannsessa.ch) möglich.

Im Rebberg
Ein schlimmer Spätfrost hat über die Ostertage auch meine Reben geschädigt. Vor allem die Muldenlagen waren davon betroffen, interessanterweise im Valle mindestens so stark wie im 100 m höher gelegenen Borghirolo.

Die neu angelegten Rebberge kamen nahezu ungeschoren davon. Dies deshalb, weil hier immer nur eine Reihe vorne am Hang stehend gepflanzt wurde. Dagegen sind die hintersten Reihen des Merlots im Valle, Roncho und Cavezze, hier vor allem der Cabernet Jura und der Maréchal Foch stark betroffen.

Die meisten Reben treiben wieder aus, einige Jungreben sind jedoch bis auf die Veredlungsstelle zurück gefroren.

Dieser Kälteeinbruch hat die Vegetation etwas gestoppt, die fast zwei Wochen früher war als normal. Pflanzen mit Erfrierungen werden nun wohl sehr heterogen reifen, was Mehraufwand bei der Blattarbeit erfordern wird.

Ein Naturpark
Das Hundeprojekt ist auf Eis gelegt. Die Schafe, die inzwischen zu einer 10-köpfigen Grossfamilie angewachsen sind, mit dem Jüngsten, das vor genau einer Woche zur Welt kam, halten die Rehe und Hirsche wirklich etwas auf Distanz. Daneben schützen die nun fast überall vorhandenen Seitennetze erfolgreich auch gegen Rehfrass.

Ein Hausrotschwanz-Paar hat tatsächlich auf einem kleinen Mauervorsprung unter dem Terrassenvordach gebrütet. Zur Zeit werden die fünf Jungvögel gefüttert. Die beiden Eltern sind ununterbrochen unterwegs und werden wohl froh sein, wenn die Jungen bald ausfliegen und gesund und heil selbständig werden.

Herzlich
Beat

Spätsommer 2016

 

Eine intensive Zeit liegt hinter mir. Der Bau des neuen Kellers und der Umbau des bestehenden Hauses einerseits, das schöne und warme, aber auch überdurchschnittlich feuchte Wetter andererseits liessen mir wenig Freiraum für Spontanes.

 

Der Um- und Ausbau

Die Bauverzögerungen, die sich schon vor der letztjährigen Ernte angekündigt haben, konnten leider nicht aufgeholt werden, sondern haben sich zunehmend ausgedehnt.

Aber es ist hier nicht der Raum, mich darüber auszulassen, was alles anders hätte laufen müssen.

Heute bin ich froh, ist das Ende absehbar.

Und wenn dann wirklich alle Details gelöst und alles fertig ist, lässt sich das, was entstanden ist, sehen. Ein schöner Weinkeller, genügend Platz, zusätzliche stimmige Wohnräume, spannende Nassräume, eine herrliche Terrasse inmitten von Rebbergen und mit ungestörtem Weitblick in die Hügel des Malcantone und nach Italien.

 

Ein energieautarkes Haus

Entstanden ist ein schönes, kleines Weingut, das nahezu ausschliesslich mit lokal verfügbarer Energie auskommt: Mit der Energie der Sonne und Holz aus dem eigenen Wald.

Mit der neuen 15 kWP-Solaranlage auf dem Dach des Altbaus, 90 m2, sollten jährlich rund 15’000 kWh Strom erzeugt werden können, mit denen dank der gleichzeitig installierten 9,6 kW-Batterie ein grosser Teil des Eigenverbrauchs gedeckt werden kann. (Seit der Inbetriebnahme Ende Juli konnten tatsächlich mehr als 99 % des eigenen Stromverbrauchs gedeckt und bereits rund 1’500 kWh Strom verkauft werden.) Mit den seit Jahren installierten Sonnenkollektoren wird im Sommerhalbjahr der Warmwasserbedarf gedeckt. Im Winterhalbjahr unterstützen sie die Stückholzheizung, die ausschliesslich mit Holz aus dem eigenen Wald beheizt wird.

Und mit dem eingebauten Notstrommodul, welches das Haus bei einem Netzstromausfall vom Netz trennt und so den autonomen Betrieb ab der eigenen Batterie ermöglicht, können die im Malcantone häufigen Stromausfälle (bei starken Gewittern, Stürmen oder starkem Schneefall) überbrückt werden.

 

Bed and Breakfast

Sobald der Umbau wirklich fertig ist, werde ich das Studio und mindestens eines der drei Zimmer für Feriengäste anbieten. Die entsprechenden Informationen werden noch folgen.

 

Tag der offenen Tür

Weil der Umbau nicht wie erhofft und vorgesehen Ende Mai fertig war, konnte ich nicht am offiziellen Tag der offenen Weinkeller teilnehmen. Ein offizieller Tag der offenen Tür ist jedoch noch geplant. Informationen folgen.


Im Rebberg: Farbumschlag

Anfang (Maréchal Foch und Cabernet Jura) beziehungsweise Mitte August (Merlot, Chamboursin, Gewürztraminer, Completer) hat der Farbumschlag begonnen. Die phasenweisen starken Niederschläge zu Beginn des Sommers führten zu einer starken Peronospora-Belastung (falscher Mehltau). Vor allem die immer etwas anfälligen Randreihen der Valle- und Chioso-Lagen leiden unter dieser Pilzkrankheit.

Die Vegetation liegt gegenüber dem (sehr frühen) Vorjahr knapp 10 Tage zurück. Die Zuckerwerte der verschiedenen Traubensorten sind zum gleichen Zeitpunkt ungefähr 10 bis 15 ° Oe tiefer als 2015. Bei schönem Wetter legen  die Trauben in einer Woche um 10 ° Oe zu, es ist also mit einer vendemmia zu rechnen, die gegen Ende der Woche 38 beginnt (Cabernet Jura, Maréchal Foch, Gewürztraminer) und dann rund eine Woche später, mit der Merlot-Lese, den Höhepunkt erreicht. In der Woche 40 werden Cabernet-Sauvignon, Completer und schliesslich der Chamboursin gelesen.

 

Ein Naturpark

Hirsch, Reh, Wildschwein, Dachs und Fuchs, sie alle leben im Malcantone gut. Und alle sind auch in meinem Rebberg anzutreffen. Leider nicht nur zu meiner Freude. Die Schäden, die sie anrichten, sind teilweise enorm.

Beim Austrieb im Frühjahr sind es Rehe und Hirsche, die sich an den jungen Knospen gütlich tun. Vor allem für die Jungpflanzen ist das ein Desaster. Wildschschweine, Dachse und Füchse leben jetzt auch von den reifenden Trauben. Es ist darum unumgänglich, die Rebstöcke mit Netzen einzupacken (gegen Füchse, Dachse und Vögel) und die ganze Rebfläche mit einem lelektrifizierten Zaun gegen die Wildschweine zu schützen.

Die gegen Reh und Hirsch gedachte Massnahme, die Anschaffung eines Hundes, habe ich in den Winter verschoben. Mit der schwierigen Wohnsituation während dem Umbau wäre eine angemessene Hundeerziehung nicht möglich gewesen.

Seit dem Frühjahr weiden wieder Schafe (Heidschnucken) rund um die Rebberge im Borghirolo. Zwei Auen, Rosa und Lisa, mit ihren je zwei ragazzi, die inzwischen schon im Teenageralter sind, nutzen jetzt die Fläche rund um die Rebanlagen bis zur Grundstücksgrenze. Zugleich sollten sie die Wildtiere so stören, dass diese sich zurückziehen. Bis jetzt leider noch ohne Erfolg.

 

Im Keller

Nach den beiden erfolgreichen Teilnahmen an der internationalen Weinprämierung in Zürich 2014 (zweimal Silber) und 2015 (zweimal Gold), konnte ich dieses Jahr leider an keiner Weinprämierung teilnehmen. Die Verzögerung beim Umbau verhinderte die an sich im Winter geplante Abfüllung des Jahrgangs 2013 bis anfangs Juni 2016.

Inzwischen haben die Weine den Umbau- und Abfüllstress abgelegt. Nach drei Monaten in der Flasche zeigt sich vor allem der UNO aromatisch und rund. Wie die beiden anderen, der UNO Barrique und der DUE profitiert aber auch er noch, wenn er eine bis zwei Stunden vor dem Trinkgenuss geöffnet und allenfalls dekantiert wird. Der DUE ist heute schon etwas weiter als der UNO Barrique, dieser wird sich aber in ein bis zwei Jahren (wie der ausgetrunkene 2012er) zu einem sehr schönen Wein entwickeln.

Erstmals wurden alle Rotweine nicht filtriert, was dank dem längeren Ausbau in den Tanks und im Barrique möglich wurde. Ich bin gespannt, wie sich das auf die weitere Entwicklung in der Flasche auswirkt. Nicht ausgeschlossen ist, dass sich nach einiger Zeit in der Flasche ein kleines Depot bildet. Die Weinqualität sollte dies jedoch nicht einschränken.

Die Weine des Jahrgangs 2014 lagern noch in den Barriques beziehungsweise im Stahltank, ebenso wie der letztjährige Wein. Vor allem der erstmals produzierte Wein aus den biologisch bewirtschafteten, pilzwiderstandsfähigen Sorten Maréchal Foch, Cabernet Jura und Chamboursin wird interessant zu probieren sein.

 

Homepage

Die Hompage wurde überarbeitet. Herzlichen Dank Aurelio und Gurli, die dafür einen Teil ihrer Freizeit opfern. Neu können über die Homepage Bestellungen aufgegeben werden.

Auf diese freue ich mich. Und natürlich seid ihr hier in Sessa immer willkommen.

 

Winterarbeiten

buongiorno
In dieser Februarwoche arbeiten wir im Holz. Ein kleines Waldstück unterhalb der Reben wird gerodet. Dies für eine bessere Besonnung des Rebberges. Fotos folgen, falls welche entstehen.
Aber auch die Webseite hat kleine Updates erhalten. So ist es jetzt möglich, eine Weinbestellung direkt von der Webseite aus zu senden.